Die hundefreundlichsten Länder Europas: Wo Haustiere willkommen sind
Fragen Sie jeden Hundebesitzer, der quer durch Europa gereist ist, und er wird Ihnen sagen: Der Unterschied zwischen den Ländern ist enorm. In Paris kann Ihr Hund neben Ihnen in einer Brasserien sitzen, während Sie essen. In München wird er in der U-Bahn willkommen sein. In Lissabon finden Sie vor fast jedem Café Wassernäpfe für Hunde. Im Gegensatz dazu werden Hunde in einigen beliebten Touristenzielen im Mittelmeerraum als unerwünschte Störenfriede im öffentlichen Raum behandelt.
Dieser Leitfaden basiert auf einer Kombination aus offiziellen Vorschriften, kulturellen Einstellungen, Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Unterkunftsverfügbarkeit und praktischen Erfahrungen von europäischen Hundebesitzern und Reisenden. Schauen wir uns das Land für Land an.
1. Frankreich: Der Goldstandard
Frankreich gilt weithin als das hundefreundlichste Land Europas – und das zurecht. Die Franzosen haben eine tiefe kulturelle Bindung zu ihren Hunden und behandeln sie als echte Familienmitglieder und nicht als Accessoires. Hunde werden routinemäßig in Restaurants (einschließlich ausgezeichneter Lokale) willkommen geheißen, dürfen in Zügen mitfahren (mit einem kleinen Ticket) und sind in Hotels, Geschäften und auf Märkten präsent. Allein Paris soll mehr Hunde als Kinder haben.
Praktisch reisen Hunde unter 6 kg kostenlos in SNCF-Zügen; größere Hunde benötigen ein Ticket zum halben Preis und müssen einen Maulkorb tragen. Die meisten Strände erlauben Hunde außerhalb der Sommersaison (Juni–September), und viele haben ganzjährig Hundezonen. Frankreich hat keine nationale Rassengesetzgebung, obwohl lokale Gemeinden Einschränkungen verhängen können.
Der Guardian's Frankreich-Bereich bringt regelmäßig Reiseinhalte zur hundefreundlichen Kultur Frankreichs.
2. Deutschland: Praktische Hundefreundlichkeit

Deutschland geht die Hundefreundlichkeit mit der gleichen systematischen Gründlichkeit an, die es auf alles andere anwendet. Hunde dürfen in allen Deutsche-Bahn-Zügen gegen eine kleine Gebühr mitfahren, in urbanen U-Bahn- und S-Bahn-Netzen sowie in einer breiten Palette von Unterkünften von preisgünstigen Hostels bis zu hochklassigen Hotels. Hundefreundliche Wanderwege, ausgewiesene Hundepark und Freiflächen sind in den meisten deutschen Städten gut beschildert.
Deutschland verlangt eine Hundehaftpflichtversicherung in den meisten Bundesländern – aber das ist auch ein Zeichen dafür, wie ernst das Land die Hundehaltung als bürgerlicht Verantwortung nimmt. Die Versicherung ist kostengünstig (typischerweise €40–€80/Jahr) und kann vor Ihrer Reise arrangiert werden. BBC Travel hat Deutschland als eines der führenden Hundeausflugsgebiete Europas vorgestellt.
3. Die Niederlande: Mit Ihrem Hund radeln

Die Niederlande verbinden Hundefreundlichkeit mit ihrer berühmten Fahrradkultur – es ist nicht ungewöhnlich, Hunde zu sehen, die auf zweckgebauten Lastenfahrrädern oder in Korbanbringungen neben ihren Besitzern fahren. Hunde dürfen in NS-Zügen (Dutch Rail) gegen eine kleine Tagesgebühr mitfahren und werden in den meisten niederländischen Cafés und Restaurants willkommen geheißen. Der Vondelpark in Amsterdam und andere urbane Grünflächen haben ausgewiesene Freiflächen.
Die Niederlande hoben 2009 ihr nationales Pitbull-Verbot auf und erkannten an, dass rassenspezifische Gesetze unwirksam waren, was es zu einem der permissivsten Länder Europas für "Bulldog"-Typus-Rassen machte. Die Parasitenbbekämpfung ist jedoch wichtig – niederländische Parks und Grünflächen haben jahreszeitlich hohe Zeckenpopulationen. ESCCAPs Zeckenrisikokarten sind vor einem Besuch einen Blick wert.
4. Portugal: Entspannt, warm und gastfreundlich
Portugal ist schnell zu einem der beliebtesten Ziele für hundebesitzende Auswanderer und Reisende in Europa geworden. Die Portugiesen sind allgemein entspannt bezüglich Hunden im öffentlichen Raum, in Außengastronomie und an lokalen Stränden (mit einigen saisonalen Einschränkungen). Lissabon und Porto verfügen beide über eine gut entwickelte hundefreundliche Infrastruktur – Parks, Wassernäpfe und eine allgemeine öffentliche Akzeptanzhaltung.
Portugals relativ mildes Klima macht es auch ganzjährig komfortabel für Hunde, im Gegensatz zu einigen Mittelmeerzielen, wo Sommerhitze gefährlich sein kann. Landunterkünfte (Quintas und Casas de Campo) sind typischerweise sehr hundefreundlich.
5. Spanien: Regionale Unterschiede
Spanien ist hundefreundlich, aber mit wichtigen regionalen Vorbehalten. Katalonien, das Baskenland und Madrid haben gut entwickelte Hundepark-Netzwerke und tolerante Einstellungen. Andalusien und die Balearen sind gemischter – tourismusstarke Gegenden haben oft strenge Keine-Hunde-Regeln an Stränden von Juni bis September.
Spanische Hunde müssen beim örtlichen Rat (Ayuntamiento) registriert und mit einem Mikrochip versehen werden – Anforderungen, die auch für besuchende Hunde gelten, die längerfristig bleiben. Die meisten S
