Lieben Katzen ihre Besitzer wirklich? Die Wissenschaft sagt ja
Katzen haben ein Imageproblem. Jahrhundertelang haben kulturelle Mythen sie als einsame, eigennützige Wesen dargestellt, die ihre Besitzer nur tolerieren, solange der Futternapf voll ist. Doch eine wachsende Menge wissenschaftlicher Forschung erzählt eine ganz andere Geschichte. Katzen bilden tatsächlich echte emotionale Bindungen zu den Menschen, die sich um sie kümmern — und die Neurowissenschaft sowie Verhaltensdaten zur Unterstützung dieser These sind robuster als die meisten Menschen realisiseren.
Von Sarah Bennett, zertifizierte Tierernährungsberaterin
Die Bindungsstudie der Oregon State University
Im Jahr 2019 veröffentlichten Forscher der Oregon State University, was zu einem Wahrzeichen in der Katzenverhaltenswissenschaft wurde . Sie nutzten den „Secure Base Test" — eine Methodik, die ursprünglich zur Bewertung von Bindungen bei menschlichen Säuglingen entwickelt und später für Hunde angepasst wurde — und platzierten Katzen in einem unbekannten Raum mit ihrem Besitzer anwesend, ließen dann den Besitzer gehen und beobachteten das Verhalten der Katze bei der Wiedervereinigung.
Die Ergebnisse, die weit verbreitet auch von Science Daily berichtet wurden, waren bemerkenswert: Etwa 64% der Katzen zeigten einen „sicheren Bindungs"-Stil und nutzten ihren Besitzer als sichere Basis, von der aus sie die neue Umgebung erforschen konnten. Als der Besitzer ging, zeigten diese Katzen Stresszeichen; als der Besitzer zurückkehrte, beruhigten sie sich schnell und kehrten zur Erkundung zurück. Nur 36% zeigten unsichere Bindungsmuster — ein Verhältnis, das fast identisch mit dem bei menschlichen Säuglingen (65% sicher) und Hunden (58% sicher) beobachteten Verhältnis ist.
Was sichere Bindung wirklich bedeutet
Die Bindungstheorie, entwickelt vom Psychologen John Bowlby, beschreibt, wie Individuen tiefe emotionale Bindungen zu Betreuungspersonen aufbauen. Ein sicher gebundenes Individuum nutzt die Betreuungsperson als „sicherer Hafen" in Zeiten von Stress und als „sichere Basis", von der aus es die Welt erkunden kann. Dieses Konzept war enorm einflussreich für das Verständnis der menschlichen Kinderentwicklung, und seine Anwendung auf Katzen offenbart etwas Tiefgreifendes: Viele Katzen beziehen sich zu ihren Besitzern nicht nur als Futterversorger, sondern als echte Bindungsfiguren.
Wie The Guardian über die Studie berichtete, betonte Hauptforscherin Kristyn Vitale, dass die Bindung zwischen Katze und Besitzer stabil zu sein scheint. Selbst nach einem Sozialisierungsinterventionsprogramm, das die Katzen-Mensch-Bindungen verbessern sollte, blieb das Verhältnis zwischen sicheren und unsicheren Katzen konstant — was darauf hindeutet, dass der Bindungsstil ein relativ festes Merkmal der einzelnen Katze ist, anstatt einfach nur ein Spiegelbild davon zu sein, wie viel Training sie erhalten hat.
Zeichen, dass Ihre Katze Sie liebt (aus dem Felinen übersetzt)

Katzen zeigen Zuneigung nicht so wie Hunde. Sie springen nicht zur Tür, springen ohne Vorwarnung auf den Schoß oder lecken enthusiastisch Gesichter. Ihre emotionalen Ausdrücke sind subtiler, und das Verständnis dafür erfordert das Erlernen einer anderen Sprache. Aber wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen, sind die Zeichen feliner Zuneigung überall.
Langsames Blinzeln ist vielleicht das am besten dokumentierte Zeichen. Wenn eine Katze Blickkontakt macht und ihre Augen langsam schließt und wieder öffnet, wird dies von Forschern weitgehend als Signal von entspanntem Vertrauen interpretiert — das feline Äquivalent eines Lächelns. Studien haben bestätigt, dass Katzen auf Menschen, die ihnen langsam zurückblinzeln, mit verstärktem Annäherungsverhalten reagieren, was darauf hindeutet, dass es als echte soziale Kommunikation funktioniert, anstatt nur zufälliges Verhalten zu sein.
Das „Head Bunting" — wenn eine Katze ihre Stirn oder Wange gegen Sie drückt — ist ein weiteres klares Zuneigungssignal. Katzen haben Duftdrüsen an ihren Wangen und der Stirn, und Bunting setzt Pheromone auf ein bevorzugtes Individuum oder Objekt ab. Dies ist ein Markierungsverhalten, aber in einem sozialen Kontext funktioniert es als Bindung. Katzen bunten andere Katzen, zu denen sie eine affiliative Bindung haben; das Tun gegenüber Ihnen platziert Sie fest in dieser Kategorie.
Die Rolle von Lautäußerungen in der Katzen-Mensch-Bindung
Erwachsene Katzen miauen fast nie bei anderen Katzen. Das Miauen, so glauben Forscher jetzt, entwickelte sich speziell als Kommunikationsmittel, das an Menschen gerichtet ist. Kätzchen miauen zu ihren Müttern, aber sobald sie das Erwachsenenalter erreichen, verlagert sich die Katzen-zu-Katzen-Kommunikation auf Körpersprache, Duft und subtile Lautäußerungen wie Zwitschern und Schnurren. Das anhaltende Miauen, das erwachsene Katzen ihren Besitzern entgegenbringen, ist daher etwas, das Katzen speziell für menschliche Interaktion entwickelt — oder modifiziert — haben.
Dies ist eine Form der Co-Evolution. Katzen, die besser mit Menschen kommunizieren konnten, erhielten mehr Pflege, und über Generationen hinweg wurde die Fähigkeit zur menschengerichteten Lautäußerung verfeinert. Wie der Leitfaden der ASPCA zum Katzenverhalten anmerkt, individuelle
