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Hunde

Hundeherzkrankheit: Prävention, Tests & Behandlungsablauf

By Sarah Bennett2. Juli 20264 min read
Reviewed by Dr. Sarah Bennett, DVM
Macro photograph of a mosquito feeding on a dog's skin, showing the parasite vector responsible for heartworm transmission

Herzwürmer bei Hunden: Prävention, Tests & Behandlung erklärt

Von Sarah Bennett, zertifizierte Tierernährungsberaterin

⚠ Kritische Warnung: Die Herzwurmerkrankung ist potenziell tödlich und die Behandlung eines befallenen Hundes ist teuer, langwierig und mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Prävention ist dramatisch sicherer, günstiger und effektiver als die Behandlung einer etablierten Infektion. Wenn Sie in Endemiegebieten leben oder diese bereisen, besprechen Sie sofort ganzjährige Präventivmaßnahmen mit Ihrem Tierarzt.

Die Herzwurmerkrankung (Dirofilaria immitis) ist eine der schwerwiegendsten und potenziell tödlichsten parasitären Infektionen, die Hunde befallen. Benannt nach den erwachsenen Würmern, die im Herz, in den Lungenarterien und in angrenzenden Blutgefäßen infizierter Hunde leben, verursacht der Herzwurm progressive kardiovaskuläre und pulmonale Schäden, die ohne Behandlung zu Herzversagen und zum Tod führen. Das Verständnis des Lebenszyklus der Krankheit erklärt, warum Prävention so kritisch ist – und warum die Behandlung so anspruchsvoll ist.

Herzwurm-Lebenszyklus: Eine mückenabhängige Übertragungskette

Illustration des Herzwurm-Lebenszyklus, die die Mückenübertragung auf einen Hund und den parasitären Migrationsweg zum Herzen zeigt

Die Herzwurmübertragung erfordert eine Mücke als Zwischenwirt. Ohne Mücken kann der Parasit seinen Lebenszyklus nicht abschließen und sich zwischen Hunden ausbreiten. Diese biologische Tatsache erklärt die geografische Verbreitung des Herzwurms und leitet Präventionsstrategien.

  1. Mikrofilarien im Blut: Ein infizierter Hund zirkuliert Larven der ersten Stufe (Mikrofilarien oder L1) im Blutkreislauf. Diese werden von erwachsenen weiblichen Würmern produziert, die bereits im Herz und in den Gefäßen des Hundes leben.
  2. Mückenaufnahme: Wenn eine weibliche Mücke einen infizierter Hund sticht, nimmt sie Mikrofilarien zusammen mit Blut auf. Innerhalb der Mücke entwickeln sich die Larven über einen Zeitraum von etwa 10–14 Tagen durch die Stadien L1 → L2 → L3 (temperaturabhängig; die Entwicklung verläuft in wärmeren Klimazonen schneller).
  3. Übertragung: Wenn die infizierte Mücke einen neuen Hund sticht, werden infektiöse L3-Larven auf der Haut abgelagert und dringen durch die Stichwunde ein.
  4. Migration und Reifung: Über 6–7 Monate wandern Larven durch subkutanes Gewebe und erreichen schließlich die Lungenarterien und die rechte Seite des Herzens, wo sie zu erwachsenen Würmern reifen (L3 → L4 → L5 → Adulti). Erwachsene Würmer können eine Länge von 15–30 cm erreichen.
  5. Vermehrung: Erwachsene Würmer paaren sich, und Weibchen produzieren Mikrofilarien, womit der Zyklus abgeschlossen ist. Erwachsene Würmer können 5–7 Jahre lang in einem Hund leben.

Da die präpatente Periode (Zeit von der Infektion bis zu nachweisbaren Adulten) 6–7 Monate beträgt, kann ein Hund viele Monate lang infiziert sein, bevor er in einem Standard-Antigentest positiv getestet wird – ein wichtiger Aspekt für Diagnose und Präventionsplanung. Forschungsarbeiten, die in Parasites & Vectors (PubMed) veröffentlicht wurden, bieten umfassende Details zur Herzwurm-Epidemiologie und dem Einfluss des Klimas auf die geografische Ausbreitung der Mückenvektoren.

Geografische Verbreitung und aufkommende Risiken in Europa

Der Herzwurm ist im südlichen Teil der Vereinigten Staaten verbreitet (wo die American Heartworm Society schätzt, dass jährlich Millionen von Hunden infiziert sind), in Südamerika, im Mittelmeerraum (Italien, Spanien, Portugal, südfrankreich, Griechenland) und in Teilen Asiens und Australiens. Der Klimawandel begünstigt jedoch die nördliche Ausbreitung sowohl der Mückenvektoren als auch des Parasiten selbst.

In Europa sind Hunde in Italien, Spanien, Portugal und südöstliches Frankreich einem erheblichen Risiko ausgesetzt. Hunde, die aus Nordeuropa in diese Regionen für den Urlaub reisen, stellen eine zunehmend wichtige Expositionsroute dar – und können bei der Rückkehr Mikrofilarien in lokale Mückenpopulationen einbringen, obwohl die anhaltende Übertragung in kühleren nördlichen Klimazonen durch die Temperaturanforderungen für die Larvenentwicklung begrenzt bleibt. Die ESCCAP-Risikokarten sind die aktuellste Referenz für die europäische Herzwurmverbreitung.

Ein Bericht von 2024 von The Guardian hob Expertenwarnungen hervor, dass sich das europäische Verbreitungsgebiet des Herzwurms ausweitet, da die Mückensaison in Süd- und Mitteleuropa länger wird.

Klinische Symptome der Herzwurmerkrankung

Ein lethargischer Hund mit Symptomen der Herzwurmerkrankung, einschließlich Müdigkeit und reduzierter Aktivität, ruht sich im Haus mit Unterstützung des Besitzers aus

Die American Heartworm Society unterteilt die Herzwurmerkrankung in vier Klassen basierend auf dem Schweregrad:

  • Klasse I (Mild): Keine klinischen Symptome oder nur leichter Husten. Die Wurmlast ist typischerweise niedrig.
  • Klasse II (Moderat): Gelegentlicher Husten, leichte Bewegungsunverträglichkeit, abnormale Lungengeräusche bei der körperlichen Untersuchung.
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Disclaimer:This article is for informational purposes only and does not constitute veterinary advice. Always consult a qualified veterinarian for your pet's health concerns.

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