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Warum frisst mein Hund Gras? Ursachen & wann Sie sich Sorgen machen sollten

By Sarah Bennett2. Juli 20264 min read
Reviewed by Dr. Sarah Bennett, DVM
Golden-brown and white dog grazing peacefully on grass in a sunny backyard

Warum frisst mein Hund Gras? Ursachen & Wann man sich Sorgen machen sollte

Gut zu wissen: Grasfressen ist eines der häufigsten Verhaltensweisen, die von Hundebesitzern weltweit berichtet werden — und in den meisten Fällen ist es völlig harmlos. Studien deuten darauf hin, dass weniger als 25% der Hunde, die Gras fressen, danach erbrechen, und nur 10% zeigen vor dem Fressen Krankheitssymptome.

Hunde fressen Gras. Fast alle tun es. Und fast jeder Hundebesitzer hat sich irgendwann gefragt: Ist das normal? Sollte ich es verhindern? Stimmt etwas nicht? Die ehrliche Antwort ist, dass Grasfressen — technisch als Pica bezeichnet, wenn es um den Konsum von Nicht-Nahrungsmitteln geht — eines der am häufigsten untersuchten und dennoch am wenigsten verstandenen Hundeverhalten ist. Hier ist das, was Wissenschaft und klinische Erfahrung uns wirklich sagen.

Es ist wahrscheinlich nur normales Verhalten

Das Wichtigste zu verstehen ist, dass Grasfressen ein normales, tief verankertes Hundeverhalten ist. Eine großangelegte Umfrage unter über 1.500 Hundebesitzern ergab, dass 68% der Hunde täglich oder wöchentlich Pflanzen fressen, wobei Gras die am häufigsten konsumierte Pflanze ist. Das Verhalten wurde auch bei wilden Caniden beobachtet — Wölfe und Kojoten konsumieren regelmäßig Pflanzenmaterial, und es wurde in ihren Kotproben dokumentiert.

Viele Forscher glauben nun, dass gelegentliches Grasfressen einfach Teil des normalen Verhaltensrepertoires von Hunden ist, ohne jede pathologische Bedeutung. Wenn Ihr Hund ruhig weidet, nicht erbricht und keine anderen Symptome zeigt, besteht eine gute Chance, dass dies eindeutig in die Kategorie „normales Hundeverhalten" fällt.

Die Theorie der Magen-Darm-Verstimmung

Schwarzer Labrador, der dringend Gras mit angespannter Körperhaltung frisst, was auf Magen-Darm-Verstimmung hindeutet

Die beliebteste volkstümliche Erklärung für Grasfressen ist, dass Hunde es tun, um sich zum Erbrechen zu bringen, wenn sie sich unwohl fühlen. Die Idee ist, dass Gras den Hals oder die Magenschleimhaut reizt und den Würgereflex auslöst, was dem Hund Erleichterung verschafft.

Die Daten unterstützen dies jedoch nicht stark als primärer Auslöser. Studien haben ergeben, dass die Mehrheit der Hunde, die Gras fressen, nicht erbrechen und vorher nicht krank wirkten. Allerdings gibt es eine Untergruppe von Hunden — vielleicht 25% — die Gras speziell zu fressen scheinen, wenn ihnen unwohl ist, und diese Hunde erbrechen oft kurz danach. Wenn Ihr Hund dringend und in großen Mengen Gras frisst und dann erbricht, kann Magen-Darm-Verstimmung tatsächlich der Auslöser sein.

Instinkt und anzestrales Verhalten

Eine weitere überzeugende Theorie ist, dass Grasfressen ein instinktives Verhalten im Zusammenhang mit der Kontrolle von Darmparasiten ist. Der Konsum von faserreichem Pflanzenmaterial kann dabei helfen, Darmwürmer durch den Darm zu befördern und sie auszuscheiden. Dies wurde bei Menschenaffen und anderen Säugetieren dokumentiert. Obwohl unsere domestizierten Hunde nicht mit den Parasitenlasten ihrer wilden Vorfahren konfrontiert sind, kann der Instinkt unabhängig davon im Verhaltensrepertoire bestehen bleiben.

Einige Forscher schlagen auch vor, dass Pflanzenverzehr einfach Teil der anzestralen Ernährung war — wilde Caniden, die den Mageninhalt von herbivoren Beutetieren konsumierten, würden regelmäßig Pflanzenmaterial aufnehmen. Hunde können einfach bestimmte Grasarten schmackhaft finden und sie aufsuchen, weil sie angenehm schmecken oder riechen.

Nährstoffmangel

In einigen Fällen fressen Hunde möglicherweise Gras, weil ihnen Ballaststoffe oder bestimmte Mikronährstoffe in ihrer Ernährung fehlen. Gras ist reich an Ballaststoffen, und Hunde mit ballaststoffarmen Diäten können danach instinktiv suchen. Wenn Ihr Hund konsequent und enthusiastisch Gras frisst, lohnt sich eine Bewertung des Ballaststoffgehalts ihres aktuellen Futters. Das Hinzufügen von einfach gekochtem Gemüse (grüne Bohnen, Kürbis, Karotten) oder eine kleine Menge Flohsamenschalen kann manchmal das Gras-suchende Verhalten reduzieren.

Ein plötzlicher Anstieg des Grasfressens kann auch darauf hindeuten, dass eine Ernährungsumstellung erforderlich ist. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, ob eine Futterumstellung angebracht ist.

Langeweile und orale Stimulation

Gelangweilter Cocker Spaniel, der allein in einem leeren, unstimulierenden Garten mit sparsem Gras sitzt

Hunde brauchen mentale und physische Stimulation, und Futtersuche-Verhaltensweisen — Schnüffeln, Wühlen, Kauen — erfüllen ein wichtiges Bedürfnis. Ein gelangweilter Hund auf einem leeren Rasen ohne Beschäftigung könnte einfach anfangen, Gras zu fressen, weil es da ist und etwas sensorische Stimulation bietet. Wenn Ihr Hund hauptsächlich während Zeiten mit geringer Stimulation Gras frisst (lange Spaziergänge auf der gleichen Strecke, ruhige Nachmittagsstunden), kann Langeweile ein beitragender Faktor sein.

Wann sollte man sich wirklich Sorgen machen?

Während das meiste Grasfressen harmlos ist, gibt es spezifische Situationen, in denen Sie genauer hinschauen sollten:

Behandelte Rasenflächen: Dies ist die dringendste Sorge. Herbizide, Pestizide und Düngemittel, die auf Gras aufgebracht werden, können giftig sein.

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Disclaimer:This article is for informational purposes only and does not constitute veterinary advice. Always consult a qualified veterinarian for your pet's health concerns.

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