Magenverstimmung bei Kaninchen: Der stille Killer, den jeder Halter kennen muss
Gastrointestinale Stase ist der häufigste und tödlichste Notfall bei Kaninchen. Jeder Kaninchenhalter muss die Anzeichen erkennen und wissen, wann er handeln muss.
Was ist Magenverstimmung bei Kaninchen?
Das Verdauungssystem eines Kaninchens muss kontinuierlich in Bewegung bleiben. Wenn die Darmperistaltik verlangsamt oder stoppt (Stase), sammelt sich Gas an, das Kaninchen stellt das Fressen ein, und die Situation wird innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich.
Anzeichen einer Magenverstimmung

- Futterverweigerung — auch Lieblingsfutter wird nicht angenommen
- Keine oder sehr wenige Kotkugeln
- Gekrümmte Körperhaltung
- Zähneknirschen (Zeichen von Schmerz)
- Aufgeblähter, verhärteter oder gurgelnder Bauch
- Lethargie und Bewegungsunwilligkeit
Wann handeln Sie sofort
Ein Kaninchen, das 4–6 Stunden nicht gefressen hat und weniger oder gar keine Kotkugeln ausscheidet, benötigt sofort tierärztliche Hilfe. Warten Sie nicht bis zum nächsten Tag. Unbehandelte Magenverstimmung wird tödlich.
Behandlung
- Darmbewegungs-Medikamente (Metoclopramid, Cisaprid)
- Flüssigkeitszufuhr (subkutan oder IV)
- Schmerzlinderung
- Zwangsernährung mit der Spritze, wenn das Kaninchen nicht frisst
- Wärme und Bewegung (sanfte Bewegungsübungen)
Prävention

- Unbegrenztes Heu ist die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme — Heu hält den Darm in Bewegung
- Tägliche ausreichende Bewegung
- Stressabbau
- Frühzeitige Behandlung von Krankheiten oder Zahnschmerzen
